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Brauteltern und ihre Aufgaben

Brauteltern mit Stammbuch

Nicht nur die Eltern der Braut werden als Brauteltern bezeichnet, auch die des Bräutigams. Ihre Aufgabe ist es, außer sich für ihre Kinder zu freuen, diesen während der gesamten Hochzeitsvorbereitungen hilfreich zur Hand zu gehen. Früher war es Brauch, dass der Vater der Braut die gesamte Hochzeit bezahlt hat, das ist heute nicht mehr üblich. Das liegt auch daran, dass heutige Brautpaare nicht mehr 20, sondern meist schon etwas älter sind und einem Beruf nachgehen. Dennoch ist die Verantwortung, die die Eltern übernehmen nicht zu unterschätzen.

Hilfe bieten diese schon bei der Auswahl der Gäste, sie kümmern sich, meistens zusammen mit den Freunden, um die Hochzeitszeitung, oder organisieren den Hochzeitswagen, der das Brautpaar zur Kirche und dann an den Ort der Feier bringt. Auch um den Schmuck für das Auto kümmern sich meist die Brauteltern.
Bei der Hochzeit selbst ist es dann üblich, dass zumindest der Vater der Braut, meist auch der des Bräutigams, einen Toast auf die frisch vermählten spricht.

Aus dem 12. Jahrhundert stammt die Tradition, dass der Brautvater seine Tochter zum Traualtar führt. Der Ursprung liegt darin, dass der künftige Ehemann bei diesem um die Hand seiner Tochter anhalten musste. Wenn der Brautvater dem zustimmte, so wurde eine Mitgift beschlossen, und der Vater übergab dann am Altar dem künftigen Schwiegersohn seine Tochter. Die Braut hatte damals kein Mitspracherecht, und hatte sich dem Willen der Männer zu fügen. Aus dieser Zeit stammt der Begriff der „Muntehe“, wovon sich das heutige Wort „Vormund“ ableitet.

Eine beliebte Tradition, die auch aus alter Zeit stammt, sind die Brautjungfern. Diese gehen hinter der Braut und ihrem Vater in die Kirche, und tragen die Schleppe des Hochzeitskleids. Dabei sind diese ähnlich gekleidet wie die Braut, was seinen Ursprung im mittelalterlichen Aberglauben an böse Geister hat: Diese sollten durch die ähnlich gekleideten Brautjungfern verwirrt werden, und so die Braut vor ihnen geschützt.